Herzlich Willkommen im Western Lexikon, hier werden wir Ihnen einige Begriffe rund ums Westernreiten näher erläutern:

Barrel Race (Wettkampf-Disziplin):
Das Barrel Race wird als die meist gewählte Wettkampfart im Turniersport der USA genannt. Im Wettkampf muss aus fliegendem Start ein durch drei Ölfässer (= Barrel) markiertes Dreieck in möglichst schneller Zeit durchritten werden, die Strecke ist circa 150 Meter lang. Dieser Wettkampf wird auf Rodeos nur von Frauen bestritten. Es gibt zwei Varianten, in welcher Reihenfolge die Fässer umrundet werden können. Entweder linkes, rechtes und hinteres Fass - oder rechtes, linkes und hinteres Fass. Beim umreiten der Fässer, dürfen diese zwar berührt, jedoch nicht umgestoßen werden. Das Umstoßen eines Fasses wird mit 5 Strafsekunden bestraft, eine gute Reiterin meistert die Distanz in etwa 13 Sekunden.

Hier ein Barrel Race-Video:





Boots:
Der Ursprung der Westernstiefel liegt beim Militär des 19. Jahrhunderts. Die dort getragenen Stiefel waren für die harte Arbeit des Cowboys zu plump und daher wenig angenehm. So kam Charles Hayer aus Kansas auf die Idee den Stiefel auf die speziellen Bedürfnisse des Cowboys anzupassen. Der Westernstiefel hatte dann die Vorteile, dass er sich zu allen Tätigkeiten der Cowboys, wie z.B. zum Reiten, eignete und er war zudem bequem, schützte und hielt warm. Beim Kauf sollte man auf eine sehr gute Lederqualität achten, nur Cowboystiefel aus bestem Leder garantieren eine lange Haltbarkeit.


Chaps:

Der Begriff Chaps ist vom mexikanisch-spanischen Wort „chaparajos“ abgeleitet, dies sind die legendären Überhosen der working cowboys. Chaps haben ihren Ursprung im mittelalterlichen Beinling, ähnliche Leder-Kleidungsstücke waren bereits bei einigen Indianerstämmen in Gebrauch. Man fertigt sie heute als eine Art Lederhose ohne Schritt, deren Bund vorn gegürtet und/oder hinten geschnürt wird. Sie bedecken nur die Beine und manchmal lediglich deren Vorder- bzw. Rückseite, da man sie als Schutz über der eigentlichen Hose tragen kann


Pads:
Das Pad ist eine dickere, stabile Unterlage für den Reitsattel, welche aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt sein kann. Es gibt sie aus Filz, Nylon, Polyester, Baumwolle, Wolle oder Pferdehaar. Zur Polsterung sind Pads mit  Schaumstoff, Filz oder Pferdehaar gefüllt. Gegenüber einer Schabracke bzw. Satteldecke ist das Pad aber deutlich dicker gepolstert, somit wird der Druck des Sattels besser auf das Pferd verteilt.
Die Form eines Pads ist meistens rechteckig – nach hinten oft abgerundet. Beim Westernreiten werden spezielle Western-Pads als Sattelunterlage verwendet, sie sind größer und meist aus derberem Material gefertigt. Auch beim Voltigieren wird ein Pad benutzt. Es dient zum Schutz des Pferderückens und wird beim Gurten (entspricht dem Satteln beim Reiten) zuunterst auf den Pferderücken gelegt.

Splint Boots:
Splint Boots sind spezielle Beinschoner fürs Pferd, besonders häufig werden Sie im Westernreitsport eingesetzt. Die Schoner sorgen dafür, dass Ihr Pferd bei schwierigen Übungen (wie z. B. dem „Sliding Stop“) keine Verletzungen erleidet und die Beine bei dieser außerordentlichen Beanspruchung gestützt werden. Splint-Boots können aus robustem Kunststoff oder Leder gefertigt sein, innen sollten sie mit weichen Neopren ausgepolstert sein.

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